"Die Vögel der Zeit" 2007, Mischtechnik auf Leinwand, 170 x 170 cm

KUNST EINEN RAUM GEBEN

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BIOGRAPHIE und AUSSTELLUNGSAUSSCHNITT

 

1947  
geboren in Oldenburg, Niedersachen, Deutschland 

1965  
Studium der Sprachen in Lausanne und Montreux, Schweiz 

1967-69 
Kunststudium Virginia, USA
Zusammentreffen mit Joanne Doutre, Kunstprofessorin, Malerin, Atlanta, Georgia

1969 
Studium in Paris, Frankreich

1970-85 
Freies Malen und Zeichnen, Arbeiten in Mode und Design

1989 
Einzelausstellung, Hamburg, Deutschland
Gruppenausstellung Washington D.C., USA

1990               
Gruppenausstellung, Spa, Belgien
 Einzelausstellung, München, Deutschland

1991               
Einzelausstellung, Europaparlament, Straßburg, Frankreich
Einzelausstellung, Blue Point Galerie, Berlin, Deutschland

1992
Einzelausstellung, Solingen, Deutschland

1993               
Einzelausstellung, Hamburg, Deutschland

1994               
Gemeinschaftsausstellung, Solingen,
Einzelausstellung, AK St.Georg, Hamburg,
Einzelausstellung, Galerie Steigenberger, Hamburg
Einzelausstellung, Wintergärten des Zürich Hauses, Hamburg, Deutschland 

1995              
Einzelausstellung, Steinway, Hamburg, Deutschland

1997               
Einzelausstellung, Hannover,
Einzelausstellung, St. Peter-Ording
Einzelausstellung, Wolznach, München, Deutschland

1998-2000       
Vorbereitung Ausstellungen:
Nationalmuseum Peking, China
Velden, Österreich

2001               
Einzelausstellung, Nationalmuseum, Peking, China

 

 

 

2002               
Einzelausstellung, Veldener Schloß, Österreich

2003        
Einzelausstellung, MS Europa, Mai-Juni

 

2004               
Einzelausstellung, St. Markus Kirche, Hamburg
Lesung aus den Gedichten der Künstlerin, Kirche St. Markus, Hamburg
Einzelausstellung, World Trade Center, Bremen
Einzelausstellung, Gut Basthorst, Schleswig-Holstein
Einzelausstellung, Galerie Dr. Ulrike Hamm, Osnabrück, Deutschland

2005               
Einzelausstellung, Kempinski Hotel Atlantic, Hamburg
Einzelausstellung, Gutshaus Stolpe, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
Internationale Gemeinschaftsausstellung, Nationalmuseum Peking, China

2006               
Einzelausstellung, Galerie Claudius, Hamburg
Lesung aus den Gedichten der Künstlerin, Goethe-Institut, Hamburg, Deutschland

2007               
Einzelausstellung, Galerie N1, Hamburg, Deutschland

2007/2008       
Projekt Tunesienreise
„Dorothea Chazal auf den Spuren August Mackes“
Ausstellungszyklus, Hamburg, Völkerkundemuseum. Tunis, Berlin, Kiel,     
Bremen, Stockholm

2008               
Einzelausstellung, Stockholm, Schweden
Biennale Köln
Einzelausstellung, Sidi Bou Said, Tunesien

2008/2009       
Einzelausstellung Museum für Völkerkunde, Hamburg

2009               
Gruppenausstellung, Hamburg

2010               
Einzelausstellung, Hamburg 

 

 

2011              
Einzelausstellung, Bremen     

2012               
Einzelausstellung, Bremen     
Einzelausstellung, Hamburg 

 

von 2012-2015

Arbeiten im Atelier, Ausstellungen an Nord- und Ostsee

 

Synästhesie von Wort und Farbe

 
Dorothea Chazal bezieht mit ihrer Kunst eine eigene Stellung innerhalb der „Wilden Deutschen Malerei“, die insbesondere in den 1980 er Jahren zu Weltgeltung gelangt ist.
Dabei greift sie sowohl Strömungen des deutschen Expressionismus, als auch des französischen Fauvismus auf. Sie setzt Seelenzustände sinnlich und direkt in Malerei um, wobei sie aber nicht die Heftigkeit und Brutalität etwa von Baselitz teilt, sondern – inspiriert auch von französischem Lebensgefühl – in immer tiefer gehender Reaktion während des Schaffensprozesses gewissermaßen malerische Elektroenzephalogramme schafft. Diese Gefühlswelt ist insbesondere in den ungegenständlichen Teilen ihrer Werke ausgedrückt, die sich in fünf Gruppen gliedern lassen:
Weibliche Akte, Menschendarstellungen, Landschaften, Blumenbilder und abstrakte Bilder. Ihre Werke sind Inspirationen, die inspirieren, die den Beschauer in vielfältiger Weise über die Gesetze des Lebens nachdenken lassen, denen Dorothea Chazal, fernab von direktem politischen Bezug, auf der Spur ist.
 
Dr. Matthias Schatz, Kunsthistoriker, London

 

 

"Tiefe Himmel" 2005, Mischtechnik auf Leinwand, 100 x 100 cm
Dorothea Chazal führt die Tradition des deutschen Expressionismus weiter, gibt die objektive Darstellung des Naturalismus auf, strebt nach der subjektiven Wiedergabe der eigenen Empfindungen, nimmt  dabei auch Faktoren des Fauvismus- einer französischen Variation des Expressionismus- auf, hebt die eigenständige Darstellung der Form, insbesondere der Farben, hervor. 
Werner Haftmann wies in seiner „Malerei des 20. Jahrhunderts“ auf Unterschiede zwischen deutschen und französischen Variationen des Expressionismus hin: „Die französische Variation betont den formalen Aspekt- ,Expressivität` bedeutet ,Form`, während die deutsche Variation das Motiv hervorhebt- , Form` bedeutet ,Expressivität`“. Die Malerei von Dorothea Chazal so kann man sagen – ist gewissermaßen eine Zusammensetzung der deutschen und französischen Variationen. Sie schenkt sowohl dem Motiv als auch der Form Aufmerksamkeit. Jedoch beziehen sich ihre Bilder thematisch nicht, wie der übliche deutsche Expressionismus auf soziale Konflikte, Entfremdung der Menschlichkeit oder existentielle Sorgen, sondern vorwiegend auf ihre individuelle Gefühlswelt und ihren abwechslungsreichen psychischen Zustand.
 

So sagt die Künstlerin: „Meine Arbeiten sind so wechselhaft und veränderlich wie das Leben“, „Meine Kunst ist das Spiegelbild meiner Seele“.

 

In der Form heben ihre Bilder vor allem Farben hervor, dann Linien, vernachlässigen Struktur. Sie nähern sich mehr den Bildern des französischen Fauvisten Henri Matisse, die mutige expressive Farben, einfache Linien und vereinfachte Formen und Strukturen zeigen, und den musikalischen Bildern von Wassily Kandinsky, die durch Farben „innere Klänge“ vermitteln. Sie erinnern an die „Musik der Farben“ des französischen Komponisten Claude Debussy.
  
Die neuen expressionistischen Bilder der Malerin Dorothea Chazal unterscheiden sich von den Werken der Maler Baselitz, Kiefer,  Immendorf, Fetting und anderen.
Schon bei der Darstellung der deutschen Leidenschaft, erweist sich ihre Stimmung eher heiter als depressiv, ihr Interesse eher lustbetonter als gereizt, ihre Farbtöne sind eher heller als düster, ihre Pinselstriche eher freier als grob. Kurz gesagt: die Variationen ihrer Emotionen erscheinen reichhaltiger, subtiler und tiefer als die der männlichen  Maler, zeigen merkbare Kennzeichen einer Künstlerin. 
In einer Kritik habe ich geschrieben, dass die moderne feministische Kunst sich im Großen und Ganzen in drei Typen teilen lässt.: eine betont physiologische Merkmale der Frauen, bringt hauptsächlich ihre Lebenserfahrung zum Ausdruck, zeigt oder deutet metaphorisch bzw. Organe der Frauen an, Ausdrucksmittel sind oft Realismus oder übertrieben deformierte gegenständliche Formen. Die zweite hebt psychische Züge der Frauen hervor, bringt hauptsächlich die Emotionen der Frauen zum Ausdruck oder betreibt eine geistige Analyse. Dabei werden oft expressionistische oder superreale Formen verwendet.
Die dritte hebt die Besonderheit des weiblichen Denkens hervor, bringt die sensible superrationale Intuition der Frauen zum Ausdruck. Dabei werden oft symbolische, zeichenhafte, abstrakte Formen gebraucht.


Die Malerei von Dorothea Chazal scheint alle diese drei Typen zu enthalten. Man kann sagen, ihre Werke lassen sich den unterschiedlichen Typen zuordnen, die Variationen ihrer Emotionen brauchen wechselhafte Formen. In diesem Wechsel strebt sie stets nach einer Kontinuität. Das ist wahrscheinlich die stärkste Darstellung des reichlichen und wechselhaften Rhythmus der Gefühlswelt der Frauen.

 

Prof. Wang Yong, Leiter der Akademie der Künste, Peking 
"Licht und Schatten" 2005, Gouache auf Leinwand, 100 x 100 cm
"Traum A" 1994,, Mischtechnik auf Leinwand, 160 x 140 cm

Bilder aus dem Zyklus der Tunesienreise.

Auf Einladung des tunesischen Botschafters, begab sich Dorothea Chazal, gemeinsam mit einem Chronisten, Fotografen, sowie einem Fernsehteam,

auf die Spuren August Mackes.

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© Michael Fisahn